Potemkins Kamin, Stille Post und Cowboys - Unsere Woche in Bildern

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Potemkins Kamin, Stille Post und Cowboys – Unsere Woche

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Auch in dieser Woche haben wir geplant, gebangt und Merkwürdiges erlebt.

Potemkins Kamin

Nicht alles was alt, bewährt und praktisch aussieht, ist es auch. Ein guter Beleg für diese Aussage steht mitten in unserem Wohnzimmer.
Das einzig Alte an unserem Kamin ist die gusseiserne Platte. Diese werden wir behalten und vielleicht sogar in den geplanten Kachelofen übernehmen. Der massiv wirkende Abzug besteht aus verputztem Streckmetall und endet unverbunden an der Außenwand eines alten Kamins.

Hier brannte noch nie ein Holzscheit.

In Potemkins Kamin brannte kein einziger Holzscheit

In Potemkins Kamin brannte kein einziger Holzscheit

Stille Post im Bauausschuss

Auch einen kurzen aber heftigen Schockmoment hat uns diese Woche beschehrt. Am letzten Montag zeigte ich mein Herzblatt beim Zeichnen für den Bauantrag. Anfang der Woche wurde bereits in einer öffentlichen Sitzung über den Antrag entschieden. Einen Bauantrag einzureichen scheint eine Variante des Spiel „Stille Post“ zu sein. Die Information, dass wir die Neigung unserer Gaube ändern müssen, um die Gaube mit Ziegeln einzudecken, war nicht angekommen. Genauso wenig war die Information vorgedrungen, dass wir dies auf Wunsch des zuständigen Denkmalpflegers und in Abstimmung mit dem Kreisbaumeister durchführen. Beide hatten sich bei einer Ortsbegehung dafür ausgesprochen. Stattdessen interpretierte man, dass wir (in einem der höchsten Räume) gerne mehr Kopffreiheit hätten.

Nach einer das Thema verfehlenden, mich aber kurzzeitig schockierenden Diskussion, wurde Antrag mit einer Gegenstimme und ein paar Enthaltungen genehmigt.

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Nun ist das Landratsamt am Zug

Nun ist das Landratsamt am Zug

Traditionelles frei Haus

Kranke Kinder zu hüten ist bisweilen sehr öde. Schön, wenn auf der Straße mal etwas Außergewöhnliches vorbeikommt.

Wonach die Cowboys wohl suchten?

Wonach die Cowboys wohl suchten?

Aus gegebenem Anlass, einem dauerhaft kränkelnden #menschlein, fällt dieser und vermutlich auch die Beiträge in der nächsten Woche recht kurz aus.

Zu wenig Information? keine Recherche? … Hier geht es zum Archiv.

Autor: Alice Scheerer

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5 Kommentare

  1. Liebe Alice, vielen Dank für diese wunderbaren Miniaturen. Allein der Kamin ist so skurril, dass er den Titel, den Du ihm gegeben hast, ganz und gar verdient. Ich glaube, sowas passiert, wenn man den Schornsteinfeger nicht rechtzeitig ins Boot holt. Oder war der Kamin etwa von Vornherein als Fake geplant? – Wahrscheinlich werdet Ihr es nie erfahren.
    Auch die Geschichte vom Bauantrag stimmt mich nachdenklich. Könnte sein, dass mir so etwas auch noch bevorsteht. ;-)
    Liebe Grüße
    Katrin

    • Liebe Katrin,
      es freut mich, dass ich zu Deiner Erheiterung beitragen konnte :-)
      Die Inneneinrichtung der Gasträume wurde in den 60ern von einem Innenarchitekten geplant und umgesetzt.
      Der alte Kamin ist seit dem Umbau ein Bestandteil der Lüftungsanlage. Die Feuerstelle war also von Anfang an nur zur Dekoration gedacht.
      Explizit mitgeteilt wurde uns nur die erste Information, wir gingen eine Weile davon aus, dass man nicht nur den Kamin, sondern auch die Feuerstelle reaktivieren kann. Inzwischen sind unsere Augen geschulter.
      Es bleibt spannend …

      Liebe Grüße,
      Alice

  2. Auch uns schreckte der Aufwand für einen Kamin ab. Als der Schornsteinfeger für eine Beratung bei uns war und wir die ganzen Bestimmungen hörten, haben wir uns nun einen Elektrokamin gekauft. Damit gehen wir allen Ärger aus dem Weg.

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