SlowLifeLinks Nr. 7: Wirtschaftsfasten

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SlowLifeLinks Nr. 7: Wirtschaftsfasten

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Fasten -

Fasten – Auf Genuss verzichten – auf das Wesentliche konzentrieren

Gestern begann die Fastenzeit. Sie soll unter anderem 1 an die 40-tägige Fastenzeit Jesus in der Wüste erinnern2.

Wie wäre es mit Wirtschaftsfasten?

In den letzten Jahren gab es bereits Ansätze, das Fasten als Reinigung und Mittel zur Konzentration auf das Wesentliche auf neue Medien zu übertragen (Handyfasten3, Onlinefasten 4, Konsumfasten5).

Wie wäre es, die Fastenzeit als Anlass zu betrachten, über die Zukunft von Konsum und Wachstum nachzudenken? Also eine Art Wirtschaftsfasten? Ich habe ein paar Links unter diesem Motto zusammengestellt …

Finnsland über die Postwachstumsökonomie und slowlifelab

Bereits im Dezember verfasste Finn einen Blogpost über Nico Paech und die Postwachstumsökonomie. Obwohl ich ihm bei Twitter folge, habe ich seinen Blogpost verpasst und erst zu Anfang des Jahres aus anderer Quelle von Paechs Ansätzen erfahren. Noch einmal passiert mir das nicht, nun verfolge ich Finnsland auch mit dem Feedreader.
Vor diesem Hintergrund freut es mich doppelt, dass Finn sich die Zeit genommen hat, meine Artikelreihe zu lesen und darüber zu berichten.

Das Transition Town Movement

Angesichts der Beispiele Witzenhausen, Friedrichshain-Kreuzberg und Bielefeld müsste dasTransition Town Movement allgemein bekannt sein. Alle, denen dies noch kein Begriff ist, können sich via Wikipedia oder direkt bei Transition Initiativen D/A/CH informieren. Angesichts Peak Oil und der mangelnden Reaktionen seitens der Politik bilden sich, angeregt von der Idee der Transition Town, immer mehr regionale Initiativen, die sich und ihre Kommune mit kleinen Schritten auf die Post-Oil-Gesellschaft vorbereiten wollen. Das Transition Town Movement wurde vom englischen Science-Fiction-Autor und Umweltaktivisten Rob Hoskins 6 begründet.

How much is enough?

Die (Never)Enough anticonsumerism campaign aus Manchester ruft zur Genügsamkeit auf und sieht darin ein Mittel, um Armut zu bekämpfen. Auf der einfach gestalteten Website werden auch Materialien für Anti-Konsum-Aktionen zum Download angeboten.

Auch mehrere Autoren stellen sich die Frage How much is enough. Der Brite Robert Skidelsky fragt sich in “How Much is Enough? – The Love of Money, and the Case for the Good Life”7 wie viel der durchschnittliche Brite braucht, um ein gutes Leben zu führen.

Mit steady-state beschäftigen sich auch die US-Amerikaner Rob Dietz und Dan O’Neal in ihrem Buch Enough Is Enough: Building a Sustainable Economy in a World of Finite Resources 8.

Manomama und Bioland

Eine Vertreterin des öko-sozialen Wachstums ist die bewundernswerte Sina Trinkwalder, die Gründerin des Labels manomama. Gerade hat sie wieder Pionierarbeit geleistet: manomama kooperiert als erste Bekleidungsunternehmen mit dem Anbauverband BIOLAND. Zusammen manomama wird Bioland regionale Verarbeitungsstrukturen zur Herstellung von Zutaten und Halbfertigprodukten für Öko-Textilien aufbauen. Die an die Textilproduktion bei manomama angepassten sieben Bioland-Richtlinien wurden anlässlich der diesjährigen Biofach der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Weltmesse für Bioprodukte Biofach findet vom 13.-16.02.2013 in Nürnberg statt.

  1. Alles über Karfreitag und die Fastenzeit bei Wikipedia.
  2. Das entsprechende Bibelzitat im Matthäusevangelium ist auf dem Bibelserver zu lesen. Ein älterer, aber angenehm lesbarer Artikel zum Fasten in der evangelischen Kirche findet sich auf evangelisch.de. Natürlich gibt es auch ein Pendant bei katholisch.de.
  3. Erfahrungsbericht eines Schülers auf zuendstoff.de, dem Jugendportal der Lippischen Landeszeitung.
  4. Vor kurzem suchte der WDR Teilnehmer, die in der Fastenzeit auf Web und SocialMedia verzichten wollen. Der Automotive-Blogger Sven Wiesner hat seine Erfahrungen beim Online-Fasten 2010 dokumentiert.
  5. In einigen Buch- und Modeblogs wurde zum Konsumfasten aufgerufen. Zum Beispiel im Blog „HappyIch“.
  6. Mehr über Rob Hoskins bei Wikipedia.
  7. das Buch How Much is Enough? The Love of Money, and the Case for the Good Life kann via slowlifelab bei Amazon bestellt werden.
  8. Das Buch Enough Is Enough: Building a Sustainable Economy in a World of Finite Resources kann via slowlifelab bei Amazon bestellt werden.

Autor: Alice Scheerer

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  1. Die SlowLifeLinks Nr.7 sind online! Wirtschaftsfasten mit @finnsland & Jubeln mit @manomama http://t.co/Xgs5PaNj

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