SlowLife-Links Nr. 3: Mit Links zum Nachdenken und zu Puppentheater

SlowLifeLab

Laboratorium für Traditionelles und Historisches

SlowLife-Links Nr. 3: Stuff, Don Alfonso und Das Wilde Dutzend

| Keine Kommentare

Die USA sind groß und voller einzelner Gruppen. In einer dieser Gruppen, der Gruppe der Bewohner Brooklins, die am Liebsten handgemachtes Essen auf liebevoll kuratierten Flohmärkten kaufen, hat die Rückbesinnung auf innere Werte und die Abkehr vom Konsum die Grenze zum Zwang überschritten. Woran ich das ablese? An der Verwendung des Begriffes “Schuld” im Zusammenhang mit dem Verhältnis zu Dingen, Gegenständen 1.

Hin und hergerissen zwischen den auch in den USA ausgestrahlten Berichten über Produktionsbdingungen und Umweltverschmutzung und den auch dort bekannten Minimalismus-Ratgebern und Ausmistserien einerseits und Erbschaften und Sammeln schöner Dinge andererseits entwickelte die selbständige Kunstschmiedin Megan Auman ein Manifest. Der griffige Titel des Manifests ist “Stuff does matter”. Ein Buch mit dem Titel “In defense of Stuff” soll folgen.

Elemente des Manifests sind z.B.:

Caring about things is not wrong, your stuff helps you make sense of the world [sic!]

Stuff connects you to people – to you past, present and future.

Savor what you have, buy only what you love.

Meg Aumann schildert in ihrem Blog eine Begebenheit aus ihrer Zeit auf der School of Arts. Eine Mitbewohnerin schmiedete Löffel. Alle Mitbewohner aßen am Liebsten von diesen Löffeln und waren unglücklich, wenn sie sich keinen ausleihen konnten.

Diese Geschichte, das Manifest und das Wertschätzen geliebter Gegenstände bringt etwas in mir zum Klingen. Selten entsteht etwas ex-machina und fehlen auch direkte Bezüge, so fußen ältere deutsche Publikationen auf ähnlichen Gedankengängen.

Noch älter ist übrigens das Buch In Defense of Things: Archaeology and the Ontology of Objects (Archaeology in Society), das ich bei der erfolglosen Recherche nach Meg Aumans “In Defense of Stuff” fand.

 

Eine kunstvolle deutsche Produktion ist das Schattentheater “Die Guten, die Bösen und die Toten” des innovativen Verlags Das Wilde Dutzend. Nun gibt es auch ein kunstvolles Making-Of: die Videodokumentation von Oliver Kölle.

Die USA sind groß und voller einzelner Gruppen. In

  1. Zitat aus der Episode Nr. 8 des Podcasts “After the Jump” http://www.designsponge.com/2012/06/after-the-jump-megan-auman-interview-mp3.html, aufgenommen am  25.06.2012

Autor: Alice Scheerer

Sie sind auf der Suche nach einer Texterin und Online-Redakteurin? betreibt nicht nur dieses Blog, sondern bietet auch Corporate Blogging, Content Marketing und Recherchedienstleistungen an, z.B. für History Marketing. Nutzen Sie das Kontakt-Formular. Mehr Informationen zum Angebot auf alicescheerer.de.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.



↑ Back to Top ↑