[:de]Adventskalender - Das Montagsbild

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Adventskalender

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Noch eine Woche bis zum ersten Dezember. Wer einen Adventskalender selbst befüllen möchte, muss sich langsam Gedanken über die Füllung machen.

Wer einen Adventskalender und seien Füllung wiederverwendet, kann sich noch etwas Zeit lassen.
Gleiches gilt für die Freunde von Papierkalendern und komplett gekauften Kalendern.

Ein Traum: Der Adventskalender in Hausform

Vor zwei Jahren entdeckte ich einem Geschäft ein Holzhäuschen mit 24 kleinen Türen. „Für diesen Preis baue ich so etwas selbst“ dachte ich mir. Natürlich hatte ich diesen Plan bis zum folgenden Jahr noch nicht umgesetzt und es gab wie jedes Jahr einen Bilderkalender und das Modell 3978 von Playmobil.

Das Christkind backt - Der Adventskalender "Weihnachtsbäckerei" von Playmobil

Das Christkind backt – Der Adventskalender „Weihnachtsbäckerei“ von Playmobil

Der Kalender muss im Gegensatz zu den aktuellen Adventskalendern von Hand befüllt werden, ist dafür aber lange wiederverwendbar. Ich fand ihn vor ca. fünf Jahren auf dem Flohmarkt. Dass der Kalender inzwischen Sammlerwert hat, mag auch an seinem Motiv liegen. Bis Heilig Abend entschlüpft den Schächtelchen eine komplette Weihnachtsbäckerei, mit Holzbackofen, allerlei Naschwerk, einem Engel und dem Christkind.

Das Christkind backt

Von Anfang an hat mich das Motiv an ein Bilderbuch erinnert, das in meiner Familie seit 60 Jahren von Hand zu Hand geht: „Es weihnachtet sehr“ illustriert von L. Habicher mit Texten von Cilli Schmitt-Teichmann. Das Buch ist zudem, mit kleinen Änderungen, unter dem Titel „Um die Weihnachtszeit“ erschienen.
Darin sammeln Englein die Wunschzettel, reparieren Gebrauchtes, basteln neue Geschenke und backen Plätzchen. Die Illustrationen enthüllen so manches: Beim Backen tragen die Engel keinen Schlüpfer und benutzen Rollschuhe um schneller zum Ofen zu kommen. Zudem wird Plätzchenteig auf der Tischdecke ausgerollt.
Leider fand keines dieser Details Aufnahme in den Inhalt von Modell 3978.

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Kompromiss aus Pappe

Das Weihnachtshaus aus dem Brunnen Verlag

Das Weihnachtshaus aus dem Brunnen Verlag

Nach so vielen Jahren ist es wohl an der Zeit, die Weihnachtsbäckerei einmal aussetzen zu lassen, damit man sich im nächsten oder übernächsten Jahr wieder daran freuen kann. Zum Glück fiel mir im Weihnachtsausverkauf vor einem Jahr ein Pappvariante des Hauskalenders in die Hände: das Weihnachtshaus aus dem Brunnen Verlag. Nun muss ich den Adventskalender nur noch aufbauen und füllen.

Das Weihnachtshaus in Einzelteilen

Das Weihnachtshaus in Einzelteilen

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Mit pfleglicher Behandlung wird er halten bis ich unser eigenes Weihnachtshaus gesägt habe.

Historisches über den Adventskalender

Adventskalender sind, wie der Adventskranz auch, protestantischen Ursprungs. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts wurden Zählhilfen wie Kreidestriche zum Wegwischen, Strohhalme in der Krippe und Weihnachtsuhr verwendet. Der erste selbstgebastelte Weihnachtskalender stammt vermutlich aus dem Jahr 1851. 1902 wurde erstmals ein gedruckter Adventskalender veröffentlicht1

Linktipps

Seit 1945 produziert der Sellmer-Verlag ausschließlich Adventskalender, die meisten davon mit historischen und nostalgischen Motiven.
Der Sellmer Verlag gilt als erster Importeur von Adventskalendern in die USA.

Auch der Korsch Verlag produziert Adventskalender nach alten Motiven.

Auf der Website Zeitreisen.de, betrieben von der Zentral- und Landesbibliothek Berlin, gibt es einen Adventskalender mit Geschichten aus dem Berlin des 19. Jahrhunderts.

Einen Adventskalender aus historischen Gebäuden gibt es seit 2004 im Land Brandenburg. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Historischer Adventskalender“ wird an jeden Tag ein Fenster in die Vergangenheit geöffnet und die Geschichte eines historischen Gebäudes erzählt. Dabei ist z.B. die  Villa des Fläming-Gymnasiums in Bad Belzig, das ehemalige Hotel Wehner in Beelitz und die Feuerwache in Ziesa.  Mehr dazu auf der Website der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne des Landes Brandenburg.

Und wie halten es die Leser von slowlifelab.de mit den Adventskalendern?

Autor: Alice Scheerer

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2 Kommentare

  1. Hm, hier im Haus wird das von meiner Großmutter genähte Exemplar (großes blaues Tuch mit Applikation eines Weihnachtsmanns auf Schlitten mit Engel auf den hinteren Kufen, ein paar Bäumen und Pilzen etc., zum Anhängen 24 Ringe am unteren Rand) wieder „in Betrieb“ genommen. Und für die Leser meines Blogs gibt es jeden Morgen ein Zitat – dieses Jahr zum Thema Bücher.

    • So ein Tuch hatte ich als Kind auch, von meiner Mutter bestickt und mit Naschereien aus dem Reformhaus bestückt. Dazu noch Bilderkalender, teilweise mit Glitter, die nach Weihnachten gepresst und im nächsten Jahr wieder herausgeholt wurden. Einer stellte den Nürnberger Weihnachtsmarkt mit 23 Ständen dar. Der 24. war vermutlich die Frauenkirche.
      Nach ein paar Jahren hatte ich eine stattliche Sammlung.
      Über einem Adventskalender im Blog brüte ich noch. Soll ich, oder soll ich nicht?

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